Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
(Mt 11,28)

 

 

 

 

firmung„Durch das Sakrament der Firmung werden [die Getauften] vollkommener der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet; so sind sie noch strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich zu verbreiten und zu verteidigen“ (Lumen Gentium 11).

Im Ritus dieses Sakramentes sind zwei Dinge beachtenswert: das Zeichen der Salbung und das, was die Salbung bezeichnet und einprägt, das geistige Siegel. Die Salbung ist in der biblischen und antiken Bildersprache reich an Bedeutungen: Öl ist Zeichen des Überflusses und der Freude; es reinigt (Salbung vor und nach dem Bad) und macht geschmeidig (Salbung der Athleten und Ringer); es ist Zeichen der Heilung, denn es lindert den Schmerz von Prellungen und Wunden6; auch macht es schön, gesund und kräftig.

Alle diese Bedeutungen der Salbung mit Öl finden sich im sakramentalen Leben wieder. Die vor der Taufe gespendete Salbung mit Katechumenenöl bedeutet Reinigung und Stärkung; die Salbung der Kranken Heilung und Kräftigung. Die nach der Taufe, bei der Firmung und bei der Weihe erfolgende Salbung mit heiligem Chrisam ist Zeichen einer Konsekration. Durch die Firmung haben die Christen – das heißt die Gesalbten – vermehrt an der Sendung Jesu Christi und an der Fülle des Heiligen Geistes Anteil, damit ihr ganzes Leben den „Wohlgeruch Christi“ ausströme.

Durch diese Salbung erhält der Firmling das Mal, das Siegel des Heiligen Geistes. Das Siegel ist Sinnbild der Person, Zeichen ihrer Autorität, ihres Eigentumsrechtes an einem Gegenstand. Das Siegel beglaubigt einen Rechtsakt oder ein Dokument und macht dieses unter Umständen zu einem Geheimnis.

Christus selbst erklärt von sich, der Vater habe ihn mit seinem Siegel beglaubigt. Auch der Christ ist durch ein Siegel gekennzeichnet: Gott ist es, „der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil [am verheißenen Heil] den Geist in unser Herz gegeben hat“ (2 Kor 1, 21– 22). Dieses Siegel des Heiligen Geistes bedeutet, daß man gänzlich Christus angehört, für immer in seinen Dienst gestellt ist, aber auch daß einem der göttliche Schutz in der großen endzeitlichen Prüfung verheißen ist.

Quelle: Katechismus der katholischen Kirche

Ablauf einer Firmung

Der Bischof  legt die Hand auf den Kopf des Firmlings. Mit dem Daumen macht er mit Chrisam, einem wohlriechenden, geweihten Salböl ein Kreuz auf die Stirn. Dabei sagt er: „X... sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Das Auflegen der Hand auf den Kopf bedeutet die Vermittlung der Kraft des Heiligen Geistes.

Die Kreuz-Salbung auf die Stirn mit geweihtem Chrisam bedeutet die Teilhabe des Gefirmten am Auftrag der Sendung Christi und an der Fülle des Heilgen Geistes. Durch diese Salbung erhält der Gefirmte das Mal, das „Siegel“ des Heiligen Geistes.

Im Alten Testament wurden Könige und Priester mit Chrisam gesalbt. Das bedeutet: Auch wir als Gefirmte haben Priester- und Königswürde!

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