Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. (Mt 10,27)

 

 

 

 

Herzliche Einladung zum Dank-, Buss- und Bettag-Orgelkonzert am 20.09.2020

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Heute feiern wir den eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag, welcher unsere Beziehung zum Herrn Gott als Nation und als Christen in Erinnerung ruft und uns anspornt, sie neu und bewusst zu erleben.

Vertrauen, Dank und Lob sind Elemente, die zu einer lebendigen Liebesbeziehung gehören. Die Hl. Gottesmutter Maria und Bruder Klaus, dessen Fest wir bald begehen, sind uns leuchtende Vorbilder dazu.

Im Magnificat - hier eine Orgel Fassung von Hans Leo Hassler- spricht Maria ihr tiefes, vorbehaltloses Vertrauen, sowie auch ihren Lobgesang und Dank an Gott aus. Ein ausgezeichnetes, allumfassendes Beispiel des Gebets.

Das „Vater unser“ -Gebet – siehe Orgelbearbeitung von G. Böhm – lehrt uns, wie kleine Kinder, alles Gott anzuvertrauen, wissend, dass Er uns liebt und führt.

Das Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, welches Sie heute als Leitfaden des Konzerts in verschiedenen Orgelbearbeitungen von Böhm und Bach hören, sowie auch selber singen werden, drückt auf besondere Weise aus, wie man im Vertrauen auf Gott den eigenen Lebensweg gehen soll/kann, wissend dass „welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht“.

Darum passt ganz gut dazu das „Te Deum“, hier in einer Bearbeitung von D. Buxtehude. Ein altes, umfangreiches Gebet, welches Lob, Dank und Bitte an den dreifaltigen Gott auf ganz feierliche Art ausspricht. Grund zum Dank und Lob haben wir, gerade eben in dieser speziellen Zeit, weil Er uns vor Schlimmeren bewahrt.

Bekannt ist uns die Ganzhingabe an Gott des Br. Klaus, die nicht möglich gewesen wäre, ohne ein bis ins Knochenmark greifendes, tiefes Vertrauen auf Gott. Sein Leben aus Busse und Gebet wurzelt in einer glühenden Liebe zu Ihm, die es ihm auch ermöglichte, so viel für die Schweiz zu bewirken. Dafür wollen wir ihm dankbar sein. Seine Meditationstafel - siehe Titelbild - stellt im Zentrum das Bild der Dreifaltigkeit dar, aus der alles kommt und zu der alles geht: „Mein Herr und mein Gott…“, das Bruder Klaus-Gebet, ist eine Einladung an uns alle, in unserem Leben diese allgegenwärtige Mitte zu spüren und zu loben, und sich Ihr vertrauensvoll hinzugeben. Das Lied singen wir noch vor dem feierlichen Abschluss des Konzerts: die Toccata, Adagio e Fuga von J.S.Bach: ein berühmtes Werk in drei Sätzen, wo man fast eine trinitarische Struktur sehen kann. „… Wer Gott dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut…“

Donatella Trifiletti , Organistin